Feb 05 2010
Training trotz Winterdepression
Im Beitrag „Winter-Wonder-Land“ hatte ich berichtet, wie sehr es mir gefällt, durch den verschneiten Volksgarten zu laufen.
Jetzt aber muss ich gestehen, so langsam reicht es mir. Eine gewisse Winterdepression schleicht sich ein, die Sonne lässt sich kaum bis gar nicht blicken, es bleibt kalt, ungemütlich und doch… trainiert werden muss weiterhin! Wenn ich aber sehe, mit welcher Disziplin ich das mir vorgegebene Pensum absolviere, da bin selbst ich überrascht.
Es gibt natürlich auch Gründe für meine momentane Energie.
Zum Einen wäre da das Phänomen zu nennen, dass ich fast beschwerdefrei bin. Kaum Knieprobleme bei längeren Laufeinheiten, kein Asthma, lediglich leichte Schmerzen in der rechten Schulter, die aber - noch - nicht hinderlich sind (gut, Liegestütze beispielsweise kann ich jetzt keine mehr machen, aber muss ich ja auch nicht *g).
Zum Anderen natürlich das in 2010 zu absolvierende Programm. Neben dem Ironman am 04. Juli in Frankfurt stehen Wettbewerbe wie der Triathlon in Steinfurt, der Klassiker in Bonn, die Olympische Distanz in Hamburg, die Mitteldistanz in Podersdorf (Österreich) an. Die Läufe, Radrennen etcetera sind hier noch gar nicht berücksichtigt.
Damit ich bei diesen Wettbewerben aber auch endlich mal gut abschneide (hier speziell der IM FFM), und in Bonn meinen Titel als bester „Fortune“ behalte (der Nachwuchs drängt mit Macht nach vorne!) ist ein vernünftiges Wintertraining unabdingbar. Als Motivation dient mir häufig der Satz: „Die Meister des Sommers werden im Winter gemacht“
Im Januar beispielsweise habe ich insgesamt 27 Trainingseinheiten notieren können. Mit dabei Radausfahrten von gut drei Stunden Dauer mit dem Mountainbike am Wochenende, am letzten Sonntag sogar „über Land“ durch Tiefschnee *g. Bei Schlechtwetter Rollentraining, in der Regel zweimal die Woche nach den Vorgaben in der „tour“. Der Vorteil hier, die Dauer ist maximiert auf 40 Minuten.
Die Laufeinheiten, in den letzten Jahren etwas vernachlässigt, sind jetzt wieder fester Bestandteil mit einer Häufigkeit von drei bis vier Einheiten die Woche. Schwimmen, das muss ich gestehen, hat im Vergleich zum Vorjahr seltener auf dem Trainingsplan gestanden. Entschuldigend darf ich aber sagen, dass eine Entzündung im Ohr der Grund war. Jetzt bin ich aber auch wieder zweimal wöchentlich im Pool zu finden.
Alles in Allem fühle ich mich wohl, bin sehr ehrgeizig und fühle mich manchmal an meine Anfangszeiten des Ausdauersports erinnert. Denn wo bis vor kurzem nach einer Laufrunde der Weg nach Hause gesucht wurde, bin ich jetzt wieder an dem Punkt angelangt, wo es heißt, fünfzehn Minuten kannst du noch.
PS: …und meine Fettleibigkeit war nur von kurzer Dauer. Jetzt bin ich wieder auf unter 80 Kilogramm, und die Pfunde purzeln weiterhin, wenn auch nur auf einer Waage mit Kommastelle messbar, aber immerhin!





