Dez 30 2009

Ein Crossrad? Nein. Skikes!

Von Oliver um 14:05. Bereich: Triathlon

Was macht man im Wintertraining, wenn es nicht in Frage kommt, sich ein weiteres - also Crossrad - Veloziped in die Garage zu stellen? Wenn man abseits der Autostraßen unterwegs sein will? Über Stock und Stein genauso wie auf Feld- und Waldwegen, auf Schotter oder unebenem Asphalt? Und wenn man eine Alternative zum Laufen sucht, als Abwechslung, als Crosstraining… oder weil die alten Knochen nach was Angenehmerem suchen als ständig auf den harten Asphalt getrommelt zu werden?

Man versucht’s mal mit … Skikes. Das sind eine Art Offroad-Inline-Skates, bei denen man mit Stöcken nachhilft. Was letztlich eher auf Skilanglauf-Bewegungen hinausläuft denn auf Skates-mit-Stöcken.


Im Video seht ihr übrigens auch meine 2XU Thermal Compression Tight, zu der es demnächst einen Produkttest hier im Ironblog gibt.

Früher bin ich mal intensiv Ski gefahren, und die Skikes-Fortbewegung erinnert mich deutlich an den Schlittschuhschritt. Zumindest komme ich besser damit zurecht, dass Bewegungsmuster des Schlittschuhschritts auf die Skikes zu übertragen als mit Stockeinsatz zu skaten.

Als Anfänger in dieser Disziplin bin ich vom echten Querfeldeinfahren weit entfernt. Mir langt es auf der Hohen Straße bei uns in der Nähe auf rauhem und rumpeligen Asphalt oder Schotterpassagen zu fahren. Da würde es mich mit Skates alle paar Meter hinlegen, mit den Skikes komme ich gut vorwärts, auch wenn meine Technik zu wünschen übrig läßt. Aber: Die Bremsen sind einfach fulminant. Man hat ein prima Ausdauertraining, und der Oberkörper arbeitet auch kräftig mit. Man könnte auch sagen: Nordic Walking mit All-Terrain-Rollen unter den Füßen. Oder auch Cross Skating.

Egal, ob es viele neue tolle englische Ausdrücke gibt: Skiken ist nicht einfach nur eine neue Sau, die von der interessierten Markenartikel-Industrie durchs Fitness-Dorf getrieben wird. Da steckt schon mehr dahinter.

Praktisch ist, dass man mit Schuhen in die Skikes schlüpft, und man sie schnell an- und ausziehen kann. Also unterwegs mal abschnallen ist kein Problem. Als ein guter Tipp haben sich Mountain-Bike-Schuhe erwiesen, weil diese eine feste Sohle haben, aber man mit ihnen dennoch bequem umher gehen kann. Man kann sich jede Menge Ausrüstungsartikel dazu kaufen - muss aber nicht, wer ohnehin einen Radhelm, Rad-Handschuhe und/oder Inline-Skate-Schützer hat. Kann man alles direkt verwenden.

Meine beste Ehefrau von allen ist auch von den Skikes hellauf begeistert, geben sie Ihr doch nach Ihrer langen Trainingspause die Gelegenheit, sanft mit viel Spaß wieder ins Training einzusteigen - da sie nach wie vor mit der ISG-Hüftproblematik zu kämpfen hat. Ihre ersten Schritte dokumentiert das Video (die Skikes hatten natürlich unter dem Weihnachtsbaum gelegen ;-)

Mehr zu Skikes: Schneefrei über Land cruisen, Skikes bei Wikipedia, Skikesport Orthey, X-Skating, skike

[Disclaimer: Wir haben unsere Skikes ordentlich und ohne Rabatt oder Provision bei Skikesport Orthey erworben.]

4 Kommentare zu “Ein Crossrad? Nein. Skikes!”

  1. Triatomam 02 Jan 2010 um 21:29 Uhr

    prima Ausdauertraining, von wegen!
    Die, zugegebenerweise raren Ausfahrten auf der Hohen Strasse Richtung Frankfurt mit den Skikkes endeten bei mir immer nach wenigen Metern auf dem WSA Niveau.
    WSA ist die triathletische Abkürzung für Kotzgrenze, d.h. die zu 100% belastete Muskulatur zieht in affenartiger Geschwindigkeit den gesamten Glucosevorrat aus dem Körper, die Pulswerte erreichen 180 plus Lebensalter und das gesamte Blut befindet sich in der Muskulatur der Beine, der Rumpfmuskulatur und den Armen.
    Erträglich war es mit den Skikes nur mit Rückenwind von Frankurt in Richtung Nidderau.
    Man sieht sich ;-)

  2. Beateam 02 Jan 2010 um 23:23 Uhr

    Hi Triatom,
    wir sind heute 9 km geskiked und es hat wirklich viel Spaß gemacht. Für mich endete die Fahrt allerdings kurz vor der Haustür liegend auf dem Bauch. Ich habe mit den Stöcken eingefädelt:-) und so liegend aud dem Bauch wußte ich nicht wie ich wieder auf die Beine kommen sollte, hab es aber trotzdem irgendwie geschafft. Morgen ist die Hohe Straße dran von Schöneck nach Bad Vilbel. Sehen wir uns da?

  3. Oliveram 03 Jan 2010 um 12:19 Uhr

    Es war anstrengend, ohne Zweifel: Wir waren 1:23 Stunden unterwegs, sind in der Zeit mit ein paar Pausen knapp neun Kilometer vorwärts gekommen, mein Durchschnittspuls war 141, mein Max-Puls beim Hochskiken von Autobahnbrücken und zum heimatlichen Haus hin (wir wohnen ja auf einem Hügel) 168!

    Sieht so alles in allem aus:

    Aber ich bin zuversichtlich, dass sich das mit besserer Technik bessert. Dafür, dass ich eigentlich zum ersten Mal richtig auf den Dingern gestanden bin - mit passenden Stöcken und Gummipropfen unten dran - ging es eigentlich schon sehr gut.

    Und es hat viel Spaß gemacht!

  4. […] Mit der 5D Mk II kann man ganz gut aus der Hand filmen (kann man hier… sehen: am Ende des Filmchens renne ich neben der Skike-Fahrerin her und filme dabei), aber natürlich ist ein Schulterstativ beispielsweise beim Gang über die Brücke des “Volltreffers!” von Vorteil. Daher nutze ich ein einfaches, kostengünstiges Schulterstativ (60 Euro), das sich nicht im Entferntesten mit den Super-Profi-Rigs von Zacuto für hunderte Euro vergleichen läßt. Aber: Für “simple & stupid” beim journalistischen Tagwerk reicht das Ding aus. Was sicherlich hilfreich und die Kosten wert wäre, wäre der hochgelobte Z-Finder. […]

Trackback URI | Comments RSS

Kommentar

    • XING