Dez 09 2009
Schlamm-Panaden und Fango-Packungen
Neulich beim Outdoortraining im Krav Maga-WinterCamp im Hunsrück haben sich alle Beteiligten mit großer Begeisterung eine fette Schlamm-Panade verpassen lassen und sind munter miteinander verkeilt Abhänge runtergerollt - der Triathlet kann sich solcherlei beim Crosslauf oder Duathlon besorgen lassen. Und das sogar vor der heimischen - sprich: Frankfurter - Haustür.
Denn Skills 04 richtet den 3. Frankfurter Crosslauf am Bornheimer Hang aus. Es gibt sieben Läufe laut Veranstalter, von der 800-Meter-Distanz für Schüler bis hin zur Langstrecke der Männer über 8.400 Meter. Besonders heftig soll der “Sprintcross” sein, der in zwei Wertungsläufen über jeweils 800m den Sieger ermittelt. Start und Ziel: Rose-Schlösinger-Anlage in Höhe Martin-Weber-Platz, unmittelbar neben der Frankfurter Eissporthalle.
Voranmeldungen sind online und per Post noch bis zum 10. Dezember 2009 möglich, Nachmeldungen am Wettkampftag noch bis 30 Minuten vor Beginn des jeweiligen Laufs. Erwartet werden in diesem Jahr ca. 250 Teilnehmer aus dem hessischen und dem gesamten süddeutschen Raum. Das alles und noch viel mehr unter Frankfurter Crosslauf.
BTW: Der Laufverein Skills 04 Frankfurt wurde nach eigenen Angaben unter dem Motto „Sportliches nicht vom Sozialen zu trennen“ im Jahr 2004 gegründet und verfügt mittlerweile über mehr als 70 Mitglieder, darunter einige sehbehinderte Läufer sowie ehemalige Paralympics-Teilnehmer. Das Akronym steht für „Sportklub für integrativen leistungsorientierten Laufsport“. Die Aktiven des Vereins nehmen regelmäßig an Wettkämpfen auf regionaler Ebene aber auch an nationalen und internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften im Laufen, Duathlon und Triathlon teil. Mehr dazu (die haben auch Triathlon-Abteilung und -Training!): Homepage von Skills 04.
Für mich kommt das dieses Jahr zu früh - aber fürs nächste Jahr sollte man sich frühzeitig den Termin im Kalender vormerken.
Die anspruchsvolle Strecke verläuft über die Wiesen und Steigungen des stadtbekannten Bornheimer Hanges und ist übrigens über weite Teile identisch mit der Strecke des Internationalen Frankfurter Radcrosses. Zu dem stand die Tage in der Frankfurter Rundschau (Fröhliches Radeln durch den Morast):
Die Zeiten ändern sich manchmal schnell. Noch vor einem Jahr befand sich die deutsche Radsportszene wegen der nicht enden wollenden Dopingskandale in Untergangsstimmung. Das war beim Internationalen Frankfurter Radcross am Bornheimer Hang spürbar. Kaum Zuschauer verloren sich im Start-/Zielbereich vor der Eissporthalle. Im Vergleich dazu tobte heuer der Bär. Kaum je gekannte Teilnehmerzahlen von mehr als 200 Fahrerinnen und Fahrern, eine Tribüne, deutlich mehr Aussteller mit Verkaufsständen und an die 500 Zuschauer säumten, in zeitweise strömendem Regen, die 2,5 Kilometer lange Matschpiste.
Triathleten im Wintertraining zeigen sich ja eher mal unglücklich mit der Alternativen Rolle und Mountain-Bike. Gastautor Triatom hat sich da schon hier im Blog geoutet (Ein Crossrad? Ein Crossrad!). Und so lese ich denn im FR-Artikel neugierig die Zeilen:
Das vom Mountainbike verdrängte Crossrad eröffne wieder einen prosperierenden Absatzmarkt. Für Freizeitrennradler, die, lokal betrachtet, im Winter etwa den ausgedehnten Niddauferweg zu Trainingszwecken nutzten, sei ein MTB-Bike eben nicht optimal geeignet. Ursprünglich mal konzipiert und hergestellt für Outdoor-Freaks, die im Gebirge Stock und Stein mitnehmen, könne es, alleine schon wegen seines Gewichts, nicht wirklich die Erfordernisse einer Flachfahrt bei Schnee und Nässe erfüllen. Es gehe jetzt um eine Ausdifferenzierung bei der Ausrüstung. Von daher sei im Radsportsegment eine neue Welle losgetreten.
Schon gibt es Crossrennen für Breitensportler. Aber auch Spitzenamateure und Profis aus dem Straßenbereich unterstützen augenscheinlich den Trend. Kein Wunder also, dass sich so viele Straßenprofis wie nie zuvor plötzlich auf irgendwelche Cross-Wurzeln besinnen und dementsprechend in Frankfurt auch mittaten.
Klasse Sache, offensichtlich. Klingt jedenfalls so. Und ein prima Schlamm-Panade ist auch garantiert. So ein bißchen zurück in die anale Phase wollen wir doch alle, oder?
Das muss man wohl wenigstens von den Teilnehmern des Nikolaus-Duathlons am vergangenen Sonntag sagen, die auf den morastigen Wegen des Niddaparks unterwegs waren. Und siehe da: In der „Classic-Distanz“ gewann Haimo Kiefer (von, na gucke: Skills 04 Frankfurt) bereits zum dritten Mal in Folge… laut Triathlon-Abteilung von Eintracht Frankfurt taten die schlechten Witterungsbedingen dem Spaß der fast 500 Starterinnen und Starter (Melderekord!) – keinen Abbruch. „Je nasser, je schlammiger, je schwerer – desto besser“, wird Haimo Kiefer zitiert. Nach 5 km Laufen, 22,5 km Radfahren und weiteren 2,5 km zu Fuß kam er mit einer Zeit von 1:09:53,6 Stunden ins Ziel. Mehr zu Startern und Siegern auf der Homepage der Eintracht unter dem Titel Fango-Packung inklusive: 16. Frankfurter Nikolaus-Duathlon.

Bild: Eintracht
Also noch ein Termin für den persönlichen Wettkampfkalender des nächsten Jahres… Dieses Jahr ziehe ich die tatsächliche Fangopackung meines Physiotherapeuten vor. Leider.






Guckst Du in Startliste und findest ……….
den Triatom!
Bin anscheinend nicht nur trendsettenderweise mit dem Crossbike unterwegs, sondern habe mir für diesen Winter auch einige Crossläufe ausgesucht. Und da staunt der gemeine Triathlet nicht schlecht. Wintercross Laufserie in Goldbach -bei Aschaffenburg- ein 10 km Crosslauf, der es wirklich in sich hat, besonders gut kommen die 2 km bergab etwa 3 km vor dem Ziel. Warum? Weil es 3 km vor dem Ziel bergab geht und der letze knappe Kilometer na was?
Natürlich knackig bergauf:-)
Wo man läuferisch steht, konnte man auch beim Crosslauf in Darmstadt sehen. Obwohl mit 4:30 jeden der knapp 7 km gelaufen, waren runde 100 Läufer von 110 Teilnehmern vorher im Ziel. Das macht einem dann doch nachdenklich?????
Und am Samstag ?
Na klar, Bornheimer Hang!
Wer Frankfurt liebt, liebt Bornheim.
Den Hang, die Heilerde, die Ziellinie.
Mal sehen wie es wird.
Das Wetter spielt mit.
Perfekte Bedingungen.
Nass, kalt, hart.
Wenn ich es überlebe.
Dann gebe ich mir am Sonntag noch den Taunus.
2 1/2 Stunden, Höhenmeter: Ja, Dreck: Garantiert,
Spass: auf jeden Fall
Hier wird der Stahl der kommenden Saison geschmiedet, kaltgeschmiedet.
Kaltschmieden (auch: Kaltumformung) von Stahl:
Arbeitstemperatur liegt bei Raumtemperatur, Erwärmung auf bis zu 150 °C durch die Energie des Umformprozesses
Enge Maßtoleranzen sind erreichbar
Keine Verzunderung der Oberfläche
Erhöhung der Festigkeit und Verringerung der Dehnung durch Kaltverfestigung
Die Gnade der frühen Geburt :-)
Beim Frankfurter Crosslauf starten die Männer ab AK 50 gemeinsam mit den Mädels auf der gleichnamigen Langstrecke (5600 Meter), die Jungspunde müssen 2 Runde draufpacken und 8400 Meter laufen. Um es kurz zu machen, ein super Lauf, insbesondere der Hang vor dem Ziel, der 4 x zu überwinden war, führt zum maximal Puls. Nächstes Jahr ganz bestimmt wieder: Bornheimer Hang
führte das starten mit den Mädels denn auch zu einer guten Zeit, oder warst du mehr mit Posen beschäftigt, lieber Tom