Apr 02 2009
Neues Jahr, neues Glück, erster Sturz!
Zwei Jahre trainiere ich nun Rennradfahren, habe 6558 Kilometer absolviert. Mein diesjähriges Training startete mit einem Trainingslager Anfang Dezember auf Fuerteventura. Seit 1. Dezember wurden von mir in Hinblick auf die Sesson 2009 bis jetzt 1424 Trainingskilometer abgespult. Bis zum gestrigen Tage konnte ich auf zwei unfallfreie Trainingsjahre zurückgeblicken. Wie gesagt, bis gestern:
Auf der sonntägigen Radausfahrt mit Peter nahm ich nach Linksabbiegen mit meinem Vorderrad ein paar querverlaufende, nasse Eisenbahngleise zu winkelig. Ein Wegreißen des Vorderrades bei etwa 14-18 Stundenkilometern konnte ich nicht mehr verhindern und so kam ich mit meiner kompletten linken Seite zum Sturz.
Ein harter Schlag traf meine linke Körperseite, vor allem aber meine linke Kopfseite. Leicht benommen und unter den langsam sehr stark werdenden Schmerzen stand ich erstmal auf, ging ein paar Schritte und fluchte, was das Zeug hält. Unter leichtem Schock stehend begutachtete ich meinen Körper, Peter hob in dieser Zeit mein noch immer auf der Straße liegendes Rad auf und schob es in den sicheren Bordsteinbereich.
Als ich so langsam mit dem Fluchen fertig war und das Zittern und Übelsein verflog, nahm ich meinen Helm vom Kopf. Ja, ich hatte einen Helm auf, Gott sei Dank. Denn dieser war sage und schreibe an fünf (!) Stellen gebrochen. Jetzt kann sich jeder selbst ausrechnen, was mit meinem Kopf passiert wäre. Nein, ich will gar nicht darüber nachdenken. Und sicherlich werde ich auch nie wieder darüber nachdenken, ob ich einen Helm aufsetze oder nicht. Er wird nun konsequent getragen.
Zum Glück ist auch nicht viel mehr passiert, sowohl bei mir, als auch am Rad. Prellungen im Hüftbereich und Ellenbogen (freue mich jetzt schon auf die Farbvariationen), leichte Abschürfungen (Tapete muss ja immer mal gewechselt werden) und am Rad eine klitze, kleine Delle im Querrahmen. Diesen werde ich dann auch noch von unserem Materialspezialisten Oschi durchchecken lassen.
Wir sind dann weiter gefahren. Vor Frust hängte ich nochmals 60 Kilometer im bergischen Bereich dran und hatte am Ende des Tages 118 Kilometer, 500 Höhenmeter und 5:02 h auf dem Tacho.
Und ich bin um eine Erfahrung reicher. Der Helm ist Pflicht! Ein neuer Alpina wurde direkt von mir im Fachhandel erworben…






…da kann ich nur zustimmen! Helm ist Pflicht! Mich hat es im Dezember mit dem MTB “gerissen”. Nase gebrochen und nen richtig tolle Prellmarke nebst Schwellung der rechten Stirnseite. Helm natürlich auch hinüber, ok bei mir “nur” einmal gebrochen.
DEFINITIV , NIE OHNE! (Wenn ich ohne fahren würde hätte ich auch ein Problem, die Helmpflicht meinen Kids zu verkaufen). ohne Helm wäre dieser Sturz definitiv nicht so “glimpflich” ausgegangen.
Einziger Vorteil: Neuer Helm für wenig Geld, dank “Crashreplacement”.
Mir fehlen die Worte. Der Helm hat offensichtlich versagt: bei einem auch ohne Helm mit hoher Wahrscheinlichkeit harmlosen Sturz — Köpfe sind nicht aus Styropor — geht er einfach kaputt, zerbröselt fünffach zu Plastikmüll. Wer sich daraus einen Wirksamkeitsbeleg zusammenphantasiert, der nimmt wahrscheinlich auch homöopathische Wundermittel gegen seine Prellungen und Schürfwunden. Und wer sich auf das Radfahren als Hauptanwendungsgebiet für Helme kapriziert, der hat offensichtlich noch nie darüber nachgedacht, in wieviele Teile so ein Hut wohl nach einem Sturz als Fußgänger oder in Hasu und Garten zerfiele.
“Ich will gar nicht darüber nachdenken,” das trifft voll ins Schwarze.
Ein Wort FÜR die Helme!!! Sie funktionieren doch!! Zumindest der aktuelle Bell Sweep R, In der sonntäglichen Runde gerstern im Rogdau, kamen bei Kilometer 30 zwei herrenlose Hunde um die Ecke, und die hatte nicht besseres zu tun als unsere Dreigruppe “anzugreifen”. BUMMM mit 25-30 in den Hund ,über den Lenker und so lag ich da auf der Haupstrasse in Gross-Umstadt!.. Tja, Hundehalter glänzten mit Abwesenheit aber meine beiden Mitstreiter haben mich netterweise zerknickt von der Strasse aufgelesen!! SUPER, !!! Die Hunden waren den Nachbarn in den Fenstern rundherum wohl bekannt, wohl auch für diese oder andere Art von Aktionen gegenüber Passanten und somit konnten auch die Besitzer aufindig gemacht werden…. Naja usw usw, Polizei, Krankenwagen etc…. Tja und mal sehen wie es weiter geht, mein schönes CR1 ist wohl gut für den Sondermüll
[…] Auf rationale Argumente kommt es aber ohnehin nicht an. Wer einmal an den Helm glaubt, dem ist sowieso alles Bestätigung, selbst offenkundiges Versagen. Neu ist das freilich nicht. […]
Interessant, vor allem deine Angabe zur Geschwindigkeit: 14-18 km/h. Setzt du jetzt beim Joggen auch einen Helm auf? Diese Geschwindigkeit werden ja durchaus von Läufern auch über Strecken erreicht.
Mich bestätigt das Foto vor allem darin, daß die Entscheidung, im Alltagsverkehr schon immer, und seit heuer auch beim Rennradfahren, auf einen Helm zu verzichten, die einzige richtige ist. Weil er einfach überhaupt nichts taugt!
Mutmaßen kann ich auch: Ohne Helm hättest du eine Beule davongetragen, die nach zwei Tagen schon vergessen gewesen wäre.
Und so nebenbei: auch für Kid’s gibt es keine Helmpflicht, außer derjenigen, die Eltern ihnen vorschreiben.