Sep
27
2008
Yvonne Buschbaum (siehe Reuters-Bild unten, in ihrer Aktiven-Zeit) werden manche noch kennen - eine erfolgreich deutsche Stabhochspringerin. Sie ist von der Bildfläche der Sportmedien verschwunden - weil sie keine Frau mehr, sondern mittlerweile ein Mann ist. Als Transsexuelle hat sie sich dafür entschieden, den Körper zu bekommen, in dem sie sich wohlfühlt: Ihr/sein Vorname lautet jetzt Balian.

Eine faszinierende Geschichte - aber umso mehr, als dass Buschbaum Einblicke in den Effekt von Testosteron-Doping ermöglicht, wie man es kaum für möglich hält. Die Kollegen von der FAZ (Im Gespräch: Balian Buschbaum): „Ich kam mir vor wie ein Pitbull“ haben ein hochinteressantes Interview und eine nicht minder spannende Audio-Slideshow dazugestellt (Ehre, wem Ehre gebührt!); ich zitiere ein paar Sätze, die aus Sicht des Ausdauersportlers besonders aufschlussreich sind:
Continue Reading »
Sep
23
2008
Es geht wieder los: Während Co-Blogger Peter von einem Wettbewerb zum anderen eilt, habe ich ja seit dem Ironman Frankfurt nicht mehr trainiert und bin nur drei Tage mit dem Mountain-Bike durch die Alpen gefahren. Aber man macht ja immer wieder die Erfahrung, dass man sich immer nur mieser und elender fühlt, wenn man nicht trainiert - also muss man sich einen Ruck geben, und die Vorbereitung für die neue Saison einläuten.
Für mich heißt das: Vorbereitung auf den Ironman 70.3 in Wiesbaden. Der ist im August 2009, also noch lange hin, aber: Ich werde nicht mehr Wochenstunden investieren können als bei meinen drei Ironman Frankfurt-Teilnahmen, und will dieses Zeitkontingent qualifizierter nutzen. Ich will früh genug mit Grundlagen anfangen, damit ich die knappe Zeit später mehr für die Tempo-Einheiten nutzen kann. Und ich will meine technischen Defizite im Schwimmen ausräumen, dann ich kann viel schneller schwimmen können. Da bin ich sicher.
(Das gilt natürlich auch für Radfahren und Laufen - nur da ist es wirklich eine Frage der Trainingsumfänge und -intensität, nicht so sehr der Technik).
Meine relativ flexible Schicht bei meinem Brötchengeber und Blogbetreiber Frankfurter Rundschau am heutigen Tag hat mir die Möglichkeit gegeben, die beschworenen sieben Stunden Schlaf mit einem Lauf vor dem Frühstück zu kombinieren. Bislang habe ich mich nie um Fettstoffwechseltraining gekümmert, war’n komplettes Fremdwort für mich, aber meine Frau war im Triathlon-Trainingscamp mit Christoph Mauch auf Lanzarote gewesen… na, und nun versuch ich mich mal daran. Wohl wissend, dass es in den vergangenen acht Jahren unserer Ehe schon, äh, ziemlich häufig der Fall war, dass sie mir einen (Trainings-)Ratschlag gab, den ich geflissentlich ignorierte - um später genau diesen Tipp von einer Trainings-Koryphäe bestätigt zu sehen.
Continue Reading »
Sep
20
2008
Dass ich ein großer Chrissie Wellington-Fan bin, sollte durch dieses Blog bekannt sein - aber wenn sie`s nicht wäre, wäre sie es nach diesen Sätzen aus ihrem Blog, in dem sie ihre Sicht des Rennens wiedergibt (Frankfurter: sehr gut!):
I honestly didn’t know how close I was to the World Record, but I don’t regret taking my time in the last 500m to savour that very special moment, soak up the atmosphere and show my appreciation to the 500,000 people that had turned out to watch the race. Records come and go, but these memories will stay with me forever.
Zur Erinnerung: Chrissie hatte den Frauen-Weltrekord knapp verpasst, weil sie auf den letzten 500 Metern zum Ziel des Frankfurter Ironmans getrödelt hatte, um die Atmosphäre zu genießen.
Ich werde zwar nie in die Nähe irgendeines Weltrekordes kommen, fühle mich aber darin bestätigt, beim Ironman dieses Jahr auf meine Frau gewartet zu haben, damit wir zusammen über die Ziellinie laufen konnten: these memories will stay with me forever!
Sep
16
2008
Eine Veranstaltung, über die ich bereits im letzten Jahr berichtet habe, fand nun ihre Fortsetzung am vergangenen Wochenende. Es handelt sich hierbei um den Düsseldorfer Hochhauslauf.
Der Veranstalter, die Stadt-Sparkasse Düsseldorf, ist Hauptsponsor unserer Lizenzmannschaft. Nicht verwunderlich deshalb, dass die Läufer und Triathleten der Fortuna auch dieses Jahr wieder mit dabei waren. Ausserdem, die Teilnahme diente einem guten Zweck, denn für jede erklommene Treppenstufe spendete die Stadt-Sparkasse einen Cent an wohltätige Einrichtungen.
Laufen (ist das überhaupt noch Laufen - oder eher Steigen?) konnte man anlässlich der stattfindenden Familienmesse sowohl samstags als auch sonntags. Ich meldete für beide Tage, keine Ahnung was mich seinerzeit dazu veranlasste :-). Die Teilnahme war kostenlos, und doch bekam ein jeder Teilnehmer ein Funktionsshirt. Die Zeitmessung erfolgte professionell über mika-timing.
Ein bisserl mulmig war mir schon, denn zum einen trainiert man ja nicht für einen solchen Lauf, zum anderen wusste ich noch aus dem vergangenen Jahr, welche Schmerzen einem die Oberschenkel ab der 10. Etage bereiten. Ganz zu schweigen von dem Laktat, dass gefühlt ab der 15. Etage aus den Ohren quillt.
Aber Jammern galt nicht.
Continue Reading »
Sep
10
2008
Am Wochenende konnte ich mich mal wieder in der - für Düsseldorfer eigentlich verbotenen Stadt - *g - aufhalten. Die Rede ist von Köln, denn hier fand am Sonntag der Kölner Triathlon, oder auch Cologne 226 genannt, statt.
Neben der Langdistanz wurden u.a. auch die cologne classics angeboten. Hier startete mein Trainingskollege Dirk Hasenclever. Seine Freundin Dagmar und auch ich wollten ihn ein wenig unterstützen. Eigenartig aber, dass die Distanz nicht an die 70.3-Wettbewerbe angelehnt wurde. Warum wurde in Köln eine Schwimmstrecke von 2,5 Kilometern ausgeschrieben? (Oder ist eine solche Distanz woanders üblich?). Ich habe keine Ahnung und so wirklich konnte sich das auch keiner der anderen Teilnehmer erklären.
Sei es wie es sei, vielleicht wollen die Veranstalter damit etwas Besonderes kreieren, meines Erachtens aber am Athleten vorbei. Genauso wie die Streckenführung. Ein Desaster!
Man muss für den Ortsunkundigen vorausschicken: Das Gebiet am Fühlinger See mit der Regattabahn ist schlichtweg ideal für einen Triathlon, sowohl für Zuschauer als auch für die Athleten. Aber der Veranstalter schickt die Sportler, und auch die Zuschauer, nach ein oder zwei Laufrunden um den See zum 20 Kilometer entfernt gelegenen Rheinufer auf der “schäl Sick”, wie der Kölner die Rheinseite im Stadteil Deutz zu nennen pflegt.
Continue Reading »
Sep
07
2008

Anfangs bei meiner Anmeldung zum Ironman war ich total begeistert und schon ganz high von der Vorstellung, meinen ersten Ironman zu machen. Ob ich es wohl schaffen würde? Wie ich mich dabei fühlen würde? Oder ob ich irgendwann im Wettkampf einfach keine Lust mehr haben würde?
Immerhin gibt es tausend Dinge, die mir auf Anhieb einfallen, die mindestens genauso viel Spaß machen, wie 226 Kilometer am Stück schwimmend, radelnd und laufend zu verbringen. Je näher der Zeitpunkt meines großen Tages kam, desto mehr schrumpfte mein Elan und meine Motivation, mich zum Training zu bewegen.
Irgendwann nach meinen Vorbereitungen für meinen Strongman Run im April hatte ich mit dem Lauftraining abgeschlossen und begann quasi “abzutapern” für den Ironman - will heißen ich hatte keine Lust mehr, zu laufen. Wozu laufen, wenn man ein Auto benutzen kann?
Mein Radtraining ließ auch sehr zu wünschen übrig: außer einmal 180 Kilometer im Spessart und einmal 160 Kilometer während des Gerolsteiner Tourfestivals (zugegebenermaßen 160 Kilometer mit 3000 Höhenmetern und das auch noch bei Eiseskälte) hatte ich keine langen Radausfahrten aufzuweisen. Ob wohl die Radtouren zur Eisdiele auch als Training gelten, begann ich zu sinnieren…
Continue Reading »