Archive for Juli, 2008

Jul 29 2008

“Geduld und nur Geduld kann mich retten”

Published by Gastautor Dirk Goyvaerts under Triathlon

Auch der IM Zürich ist schon wieder vorbei. Kaum hat man mit der Vorbereitung angefangen, spürt man schon den Muskelkater am Tag nach dem Wettkampf.

Sonntag morgen war für einen Ironman nicht gerade ideal. Elf Grad und kontinuierlicher Regen motivieren nicht direkt zur Höchstleistung. Um ein Haar war ich im Bett liegen geblieben. Nach dem Duschen und zwei Scheiben Weißbrot mit Honig war ich dann aber genug motiviert, um mich auf den Weg nach Zürich (30 Kilometer) zu begeben.

Dort angekommen sah ich nur Leute die vor lauter Selbsmitleid fast zu heulen anfingen oder solche, die aus Selbstironie nur noch gelächelt haben. Ich gehörte mittlerweile eher zur zweiten Kategorie, auch wenn das Umziehen im strömenden Regen irgend wie apokalyptisch war.

Darum war ich auch (zu) sehr entspannt als der (Wasser-)Start für das Schwimmen gegeben wurde. Irgendwie wollte das mit der Fortbewegung im Wasser nicht richtig klappen. Auf der 2. Schwimmrunde hatte ich sogar richtig Muskelschmerzen. Zweimal pro Woche locker nur Technik trainieren reicht mit meinem Schwimmstil wohl nicht aus. Na ja, 1:06 ist auch nicht ganz so schlecht.

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Jul 23 2008

…nicht mein Jahr!

Published by Peter under Triathlon

Wenn einmal der Wurm drin ist…

Der geneigte Leser weiß ja mittlerweile, dass meine Langdistanzträume für 2008 ausgeträumt sind. Ironman Zürich konnte wegen der langwierigen Schulterprobleme nicht absolviert werden, ein möglicher Start in Florida am Ende des Jahres fällt auch ins Wasser, weil ich nämlich in demselben - eben wegen der Schulterschmerzen- nicht trainieren kann. Und Triathlon besteht nun mal aus drei Sportarten.

Also bleiben lediglich ein paar kleinere Laufwettbewerbe und Triathlons (z.B. die olympische Distanz am 31. August in Krefeld). Darunter leidet natürlich auch die Motivation zum Training, denn wenn einem so das richtige Ziel fehlt…

Aber vielleicht ist es mal ganz gut, eine mehr oder weniger erzwungene Pause einzulegen. Und doch, der Blick ist bereits wieder auf 2009 gerichtet. Die “grossen” Triathlons sind zwar alle (bis auf Zürich) wieder ausgebucht, aber bis Juli wollte ich sowieso nicht warten. Welche Alternativen aber habe ich?

Neuseeland wäre schön, aber momentan noch nicht finanzierbar. Südafrika ist toll, fällt aber auf den Geburtstag meiner Mutter - sie wird 80! - da kann ich nicht fehlen. Lanzarote trau´ ich mir noch nicht zu. Aber habe ich etwas gefunden: Ironman Malaysia im Februar. Passt doch, sowohl von der Zeit als auch vom Preis. Allerdings weiss ich noch nicht, wie ich mit der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit zurecht komme. Ausserdem kenne ich keinen Veranstalter, der hier eine kombinierte Reise anbietet.

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Jul 20 2008

Sportbegeisterte Gesellschaft

Published by Oliver under Allgemein, Philosophie

In einer Fachzeitschrift zu “Prävention, Therapie und Sportslife für Amateure und Profis” fand ich folgenden Absatz von Prof. Dr. Karl-Heinrich Bette, Sportsoziologe an der TU Darmstadt:

Die Resonanz, die gerade die populären Sportarten mit ihren Großereignissen bei zuschauenden Massen hervorrufen, brachte anfangs einige Kulturkritiker dazu, auf eine Semantik der Sucht, des Verrücktseins, der Krankheit und Entfremdung zurückzugreifen, um die ihnen unverständliche Sportbegeisterung zu erklären. Deutungsversuche dieser Art können wenig befriedigen, weil sie die Zuschauer in ihren Bedürfnissen und Artikulationsformen nicht ernst nehmen, sondern aus einer Pose der besserwisserischen Überlegenheit kritisieren. Die Beobachter sagen damit wenig über die Zuschauer, aber viel über sich selbst aus. Sie deuten letztlich im Subtext ihrer Äußerungen auf die Probleme hin, die sie mit den Themen Körper und Sport, Spaß und Hingabe sowie mit Phänomenen kollektiven Verhaltens haben. Wer pauschalisierend über die Passivinklusion der Zuschauer in den Sport herzieht und deren Teilhabe als Konsequenz gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang wertet oder unter dem Aspekt falsch platzierter und vergeudeter revolutionärer Energien abhandelt, reduziert die Analyse eines weltweit verbreiteten Phänomens in einer unzulässigen Weise auf eigene politische Veränderungswünsche.

Bette nennt das “Vorwurfs- und Ressentimentsrhetorik”, und wenn man mal vom Soziologen-Kauderwelsch absieht, so könnte man die “Pose besserwisserischer Überlegenheit” etc durchaus auf den Fluren linksliberaler Tageszeitungsredaktionen finden. Manchmal.

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Jul 12 2008

Iron-Legs: schöne Beine, glatt rasiert

Published by Oliver under Foto

Nachklapp zum Ironman in Frankfurt - Quizfrage: Wem gehören welche Beine?

Zur Auswahl stehen:

Chris McCormack. Chrissie Wellington. Faris Al-Sultan. Meike Krebs. Cameron Brown. Karin Pätzold. Nicole Leder.

A:

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Jul 10 2008

220 Kilometer Einzelzeitfahren

Published by Peter under Triathlon

Meinen Traum habe ich wahrgemacht. Am vergangenen Freitag bin ich die Strecke von Düsseldorf nach Bingen am Rhein mit dem Fahrrad gefahren.

Dabei begann es schlecht. Der Fahrradtacho wollte nicht funktionieren, so dass erst mal ein wenig handwerkliches Geschick erforderlich war. Dann fing es in Köln (natürlich) zu regnen an. Als ob das noch nicht genug war, bekam ich in dieser Stadt (natürlich) einen Plattfuss. Hier bewährte sich dann aber das mitgeführte Pannenspray, denn in aller Herrgottsfrühe einen Schlauchreifen zu wechseln, das passte mir gar nicht. Nach 5 Minuten konnte ich bereits weiterfahren, der Reifen hielt ohne auch nur ansatzweise mit einer Luftpumpe in Berührung gekommen zu sein. Durch das Pannenspray wird nicht nur ein Schaum in den Reifen gedrückt, sondern gleichzeitig mit 6,5 bar aufgepumpt. Klasse Erfindung, eine Weiterfahrt mit dem eigentlich defekten Reifen war problemlos möglich.

Das Wetter besserte sich, die Laune auch.

In Koblenz wurde aus der B9 eine Autostrasse. Die Folge: ich verfuhr mich gnadenlos und war froh, den Rhein wieder zu meiner Linken zu entdecken. Nach 15 Kilometern wunderte ich mich. Die Landstrasse führte nach Cochem, Cochem aber lag so irgendwie gar nicht auf meiner Route. Cochem am Rhein hörte sich auch fremd an. Natürlich, Erdkunde, 4. Klasse! Ich Trantüte fuhr jetzt an der Mosel. Schöne Strecke, sicher, aber auch schön falsch.

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Jul 07 2008

Persönliches Post-Race-Statement I

Published by Oliver under Triathlon

080706_1712_x06.jpgUm das Wichtigste vorweg zu schreiben: Ich war zwei Zehntelsekunden schneller als meine Frau! ;-)

Der satte Vorsprung erklärt sich aus dem Umstand, dass wir zu zweit Hand-in-Hand über die Ziellinie liefen - nach 13 Stunden 40 Minuten und 39 Sekunden. Und mein Zeitchip war wohl besagte zwei Zehntel früher auf der Mess-Matte… ;-)

Ich hatte im Marathon meine Frau eingeholt und einen Vorsprung von rund zehn Minuten erarbeitet. Das war keine besondere Leistung - Beate konnte wegen ihrer Schmerzen im Iliosakralgelenk nur noch gehen (wobei ihr Powerwalking-Schritt wirklich Power hatte und sie schneller vorweg kam als manchen der nur noch Joggenden). Da ich die erste Laufrunde, also zehn Kilometer, relativ schnell lief, hatte ich sie also bald überholt.

Aber dann habe ich mir gedacht: Meine Wunsch-Zielzeit ist eh im Eimer (dazu später mehr) und wozu das gemeinsame Erlebnis des Römer-Hochlaufens versäumen, nur im eine Viertelstunde eher zu finishen (damit wäre ich dann geringfügig flotter als im vergangenen Jahr gewesen, also nichts wirklich bemerkenswertes)?

Ich wäre gerne unter 13 Stunden geblieben, hätte also gerne eine 12 vorne stehen gehabt - aber das war eh nicht mehr drin. Fraglich sogar, ob eine 12.xx-Zeit ein tolleres Gefühl verursacht hätte als zusammen mit meiner Frau über den Zielstrich zu laufen (ich werde das Foto nachreichen)! Sie blieb übrigens mit unserer Zeit exakt auf ihrem Vorjahres-Niveau.

Wie’s dazu kam?

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