Seit Wochen kämpfe ich nun mit einer Erkältung. Mal mehr oder weniger schlimm, mit Trainingsphasen von acht Einheiten die Woche bis hin zu absoluter Bettlägerigkeit. Diese Woche nun war ich endlich mal beim Arzt.
Der Auslöser war ein viertägiger Kopfschmerz. Ich fühlte mich, als ob ich Weiberfastnacht bis einschließlich Aschermittwoch durchgemacht hätte. :-) Aber die “tollen Tage” kommen ja erst noch.
Der HNO-Spezialist stellte dann eine Nasennebenhöhlenentzündung fest. Beruhigend, wenn man weiss, warum man so “schei…” drauf ist. Ich bekam Medikamente, die ich drei Tage lang zur Schleimlösung einnehmen sollte, und es wurde glücklicherweise besser. Der Kopfschmerz war nun weg, die Erkältung jedoch blieb. Also noch zum Allgemeinmediziner, der mich auch in Bezug auf mein Belastungsasthma behandelt. Dieser wunderte sich gar nicht, dass ich praktisch seit 14 Tagen nachts so unruhig bis gar nicht schlief (zum Glück wurde immer live die Australian Open gezeigt, so das zumindest keine Langeweile aufkam). Meine Lungenfunktion ist wieder auf knapp 70 Prozent abgesunken, das Pfeifen und Rascheln der Lunge - die Folge meiner Einschlafstörungen - , resultiert aus der Bronchialerkrankung einhergehend mit der Asthmaerkrankung. Jetzt muss ich erst mal wieder Cortisonpräparate sprühen. Aber es wird besser.
Soviel nun zu meinem körperlichen Befinden und nachdem hoffentlich alle Leser/innen tiefstes Mitgefühl zeigen… zum Thema Rollentraining. Continue Reading »
Zwei Laptops, zwei Filme, zwei Räder, zwei Rollen, zwei Triathleten - eine Massageliege, auf der die Laptops stehen… , nicht zu vergessen: Zwei Sonnenbrillen, wegen des Fahrtwindes!
So gestaltet die Familie Bechmann ihre Abende. ;-)
Ein Vorteil des Triathlon-Trainings im Winter ist, dass man dabei prima Filme gucken kann. Zumindest wenn man Besitzer eines Laptops ist und den vor das auf die Rolle gebockte Rennrad schrauben kann. ;-)
Ich habe ja das Glück, dass ich mich zum Rollefahren recht gut motivieren kann (jedenfalls mehr als bei Wind und Wetter zu laufen oder ins Schwimmbad zu gehen, außer vielleicht am Warmbadetag). Allerdings habe ich in der vergangenen Woche den Vorsatz gefasst, anderthalb Stunden GA1 zu fahren, mit ‘ner 90er Kadenz, aber nicht mehr als 115er Puls. Kurzum: stinklangweilig, keine Abwechslung, nur dröges Treten.
Über so eine Trainingseinheit hilft einem ein spannender oder interessanter Film schon weg. Zum Beispiel “Flags of our fathers” (ja, ich hinke immer den aktuellen Darbietungen hinterher; komme einfach nicht dazu, ins Kino zu gehen und muss alles per DVD nachholen) - worum’s da geht? Siehe Trailer bei Youtube:
Dummerweise hat der Film Überlänge, wusste ich vorher nicht - ich hätte weiterrollen können, aber meinem iBook ist der Saft ausgegangen und ich wollte nicht absteigen, ums Stromkabel zu holen.
Ansonsten bin ich gestern - bei Wind & Wetter! - knapp 16 Kilometer gelaufen, immerhin ‘nen 6.09er pace - und nachdem ich mich schon am Samstag bei ‘nem 14-km-Lauf mit anschließenden 45 Minuten auf der Rolle gequält hatte, war ich damit ganz zufrieden. Allerdings kann von Spaß momentan keine Rede sein. Ist einfach nur Disziplin und Schinderei - die Beine wollen nicht, versuchen immer noch, Tritt zu fassen. Continue Reading »
Im letzten Jahr konnte ich berichten, dass der Ansturm für den Bonn-Triathlon riesig war und der Veranstalter bereits nach 17 Minuten das “race-closed” Schild an die Anmeldeseite heften konnte.
Ähnliches konnte natürlich auch für dieses Jahr erwartet werden. Leider war der Veranstalter nichts so vorausschauend. Die Folge: Bereits eine halbe Stunde vor der Freischaltung der Anmeldeseiten um 11 Uhr war der Server dermaßen überlastet, das rein gar nichts mehr ging.
Bei mir zu Hause klingelte das Telefon: “Kommst Du rein?” war die häufigste Frage. Mein amerikanischer Freund ist am Sonntag extra ins Büro gefahren, um sich dort anzumelden (zur Erklärung: er hat zu Hause keinen Internet-Zugang, übrigens auch keinen Fernseher! Als Amerikaner! Keinen Fernseher! Unvorstellbar… *g) So saß der arme Jung allein und verlassen in einem leeren unpersönlichen Büro, und nichts lief.
Selbst in den einschlägigen Foren wurde Unmut über dieses chaotische Anmeldeverfahren geäußert. Erst viel später, so gegen 12.15 Uhr, wurde mitgeteilt, dass der Server überlastet sei, und deshalb um 18 Uhr ein erneuter Versuch gestartet wird. Einige aber haben bereits zu diesem Zeitpunkt abgewunken, waren genervt, enttäuscht und wütend.
Hinzu kam noch, dass wir - zumindest im Großraum Düsseldorf - ein Top-Wetter hatten und viele natürlich auch verärgert waren ob der verpassten Trainingsmöglichkeiten. Continue Reading »
Aller Anfang ist schwer. Besonders der, nach einer (erkältungs- und feierlichkeitenbedingten) Zwangspause wieder in den gewohnten Trainingstrott zu kommen. Denn auf der einen Seite weiß man, dass man jetzt alles langsam angehen muss und auch angehen wird, weil der Körper noch nicht vom Faulenz- auf den Trainingsmodus umgestellt hat. Auf der anderen Seite knüpft man geistig ja immer da an, wo man aufgehört hat. D.h., die Leistung auf dem Höhepunkt der Trainingsanstrengungen ist die Zielmarge - an der man natürlich komplett vorbeirennt und -radelt.
Darüber gibt meine Zusammenfassung der vergangenen Wochen dramatisch Auskunft. Siehe nachstehende Tabelle:
Gestern bin ich knapp 13 Kilometer gelaufen, davon die ersten sechs Kilometer eine Steigung bei heftigem Gegenwind (ich hab den hr2-Podcast in meinem Ohr, den ich mir via Handy-MP3-Player reingezogen habe - was über die UN & Darfur-Problematik - kaum verstanden*). Der hat mir schon die verbliebene Kraft aus den Beinen gezogen, denn am Samstag hatte ich einen Tempowechsel+Steigungslauf über rund 12 Kilometer absolviert, bei dem ich auch irrsinnigerweise viel zu früh zu schnelle Passagen gelaufen war.
Daher geriet ich schon ziemlich früh ins Stampfen und hab’ mich dann nach Hause gequält. Und das, obwohl wir am Sonntag nur eine Stunde und rund 20 Kilometer lang mit dem Mountain-Bike auf der Hohen Straße zur aktiven Regeneration gefahren waren.
Was die vorstehend präsentierte Tabelle nicht zeigt, sind die Pulswerte, die in keinem vernünftigen Verhältnis zum Tempo stehen: Viel zu hoch für die Geschwindigkeit.
Das Ironblog beschäftigt sich mit Training und Leben für Triathlon, Duathlon, Marathon...
Über die Autoren
Oliver Bechmann arbeitet in der Sportredaktion der FR - und hat drei Ironman-Rennen in Frankfurt absolviert. Peter Damjancevic ist Marathon- und Triathlon- Routinier und will irgendwann noch mal nach Hawaii. Mehr zu den Autoren...
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