Jan
29
2007
Man merkt dann doch so langsam, daß man keine 20 Jahre mehr ist, denn in der vergangenen Woche erhielt ich den Befund der Kernspintomographie.
Beim Röntgen der Schulter im Vorfeld wurde bereits eine “Kalkablagerung Rotatoren” festgestellt. Hinzu kommt jetzt noch allgemeine Arthrose, eine leichte Entzündung der Schleimbeutel und noch ein paar mehr oder weniger wilde Sachen. Das alles jedenfalls ist der Grund für die Schmerzen im Schulterbereich und der Bewegungseinschränkung.
Neben dem Befund gab es auch direkt einen Therapievorschlag, der glücklicherweise am gleichen Tag umgesetzt werden konnte:
Eine CT-gesteuerte Cortison Infiltrationstherapie.
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Jan
26
2007
Es gibt wahrscheinlich niemanden, der Rollen-Training so richtig gerne mag. Aber bei kalter und nasser Witterung ist es eben eine Alternative. Mit den dünnen Rennradreifen ist es auf der Straße bei rutschiger Fahrbahn nicht wirklich spaßig, außerdem wird es abends früh dunkel… Mit einer Lampe am Kopf durch den dunklen Wald zu laufen mag angehen, aber mit einer noch so kräftigen Halo-Leuchte im hektischen Feierabendverkehr herumzufahren, ist einfach zu gefährlich.
Selbst bei einm letztlich harmlosen Unfall kann man sich eine Verletzung zuziehen, die einen aus dem Trainingsrhythmus bringt.
Also bleiben nur die Wochenenden; bei trockener Piste mit dem Rennrad auf der Straße, bei regnerischem Wetter lieber mit dem Mountain-Bike.
Und das Rollen-Training. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass man sich unbeachtlich jeden Verkehrs mehr auf technische Feinheiten konzentrieren kann. Das kriegt dann eher den Charakter wie das Technik-Training im Schwimmen in der Halle, auf der kurzen 25-Meter-Bahn (dazu aber mehr ein andermal).
Was technische Feinheiten sind? Zum Beispiel der berühmte runde Tritt. Also das gleichmäßige Durchkurbeln der Pedale bei gleicher Zug- und Druckbelastung.
Wie man das macht? Zum Beispiel durch einbeiniges Kurbeln (das zum Beispiel geht auf der Rolle definitiv besser als im Straßenverkehr).
Man kann außerdem schön auf der Rolle Tempowechsel “fahren”, und unbeachtlich von Verkehr und Straßenverlauf phasenweise hochfrequent oder niederfrequent im Wechsel fahren. Oder man simuliert Steigungsfahrten, indem man die Rolle härter ans Hinterrad presst.
Jan
24
2007
Gestern morgen habe ich unsere beiden Hunde geschnappt und zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Viecher müssen raus, und ich nutze das zu einem halbstündigen Crosslauf über die Felder und Hügel rund um meinem Wohnort. Da finden sich Mensch und Tier: Wie ich können die beiden das lange monotone Laufen nicht ausstehen (was meine frühere Schäferhündin irrsinnig toll fand), finden aber das unregelmäßige, abwechslungsreiche Gerenne auf den Feldwegen prima.
Fürs Marathon-Laufen erzielt man sogar einen Nutzeffekt dabei, weil man auf unebenem Grund läuft, der den zum Laufen gedachten Bewegungsapparat in vielfältiger Weise zu jeder Menge stabilisierender Arbeit zwingt. Das wirkt sich positiv auf Muskulatur, Sehnen und Bänder aus. Sozusagen das Gegenstück zum einförmigen, linearen Laufen auf Asphalt oder gut befestigten Waldwegen.
Vor ein paar Tagen bestand die Herausforderung darin, sich auf weichem, vermatschtem Erdboden zügig fortzubewegen; heute darin, mit seiner knallhart gefrorenen Beschaffenheit klarzukommen. Abgesehen davon, die Hügel rauf und runter zu laufen. Was aber im menschlich-tierischen Rudel viel Spaß macht, vor allem, wenn sich alle Beteiligten annähernd im Gleichschritt befinden. Da kommt ein wenig Trapperfeeling auf.
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Jan
22
2007
Diese Frage werde ich mir hoffentlich in ein paar Wochen nicht mehr stellen - und ich hoffe dann auch, dass die mitleidigen Blicke manch anderer ausbleiben. Es ist schon komisch und manchmal auch peinlich, wenn man als vierfacher Ironman-Finisher im Schwimmbecken viel zu häufig in den Bruststil wechseln muß, weil die Kraft, die Ausdauer, die Technik oder schlichtweg die Luft fehlt. Noch peinlicher dann, wenn am Beckenrand eine IM-Trinkflasche steht, die so gar nicht zu dem planschenden Badegast passt, der sich auf der 25-Meter-Bahn mit der Kraultechnik abplagt.
Aber nun wird alles anders, denn jetzt habe ich einen “persönlichen Trainer”, einen 1.500-Meter-Leistungsschwimmer. In der letzten Woche konnte er mir auf verständliche Art und Weise meine Fehler - und es waren viele - aufzeigen. Bereits nach einer Stunde gemeinsamen Trainings dann - er draussen im Trockenen, der besseren Übersicht wegen - konnte ich bereits erste Erfolge verbuchen. Messbar weniger Wasser geschluckt, subjektiv schneller geschwommen. Jetzt heißt es nur, das Erlernte auch regelmäßig umzusetzen, damit nach den bisherigen Bezeichnungen wie Bleiente, Seepferdchen, irgendwann mal der Name “Torpedo” fallen wird. :-)
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Jan
18
2007
Dean Karnazes fand sich an seinem 30. Geburtstag in miserablem Zustand wieder. Äußerlich war alles bestens, er war ein erfolgreicher Manager, mit teurem Firmenwagen und anderen Attributen des Erfolgs des rat race. Er hatte ein paar Bier intus, ein paar Tequilas, und ihm war übel. Er verließ trunken die Bar, fand irgendwo ein paar abgelegte Laufschuhe, zog sie an und lief los.
24 Kilometer später blieb er stehen. Und lief dann weiter. Bis Kilometer 46. In diesem Moment, so erzählt uns Wired in der Geschichte The Perfect Human, wurde ihm klar, dass er über ihm bislang unbekannte Ressourcen verfügte.
Der Manager erlebte eine Wiedergeburt als Langstreckenläufer. Als Ultramarathon-Läufer. Das war laut Wired 1992. Mittlerweile hat der Mann seine Grenzen immer weiter ausgereizt: Er lief 560 Kilometer in drei Tagen ohne zu schlafen. Er lief beim bislang einzigen Marathon zum Südpol mit. Im Alter von 44 Jahren lief er 50 Marathons an 50 aufeinanderfolgenden Tagen - den letzten absolvierte er in New York, und von da lief er nach Hause - nach San Francisco.
Karnazes gibt Lauf-Ambitionierten zwölf Tipps. Für die der englischen Sprache nicht so mächtigen hier die Kurzversion:
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Jan
16
2007
Nachdem nun von einer Operation des Schleimbeutels im Ellenbogen abgeraten wurde und die Ultraschalluntersuchung auch ein sehr schönes Bild des Gelenks abgab, kommt nun ein anderes Problem auf mich zu: Kalkablagerung in den Rotatoren.
Bis dato wusste ich gar nicht, dass ich Rotatoren habe. Jetzt aber weiss ich, das diese für die Beweglichkeit der Schulter respektive des Arms sorgen. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen hatte ich schon seit einiger Zeit, aber manchmal ignoriert man ja gewisse Sachen. Nun aber gab das Röntgenbild genauen Aufschluss.
Selbst für mich als Laien sind die Kalkablagerungen deutlich zu erkennen. Wenn die Kernspintomographie keine weiteren Schäden aufzeigt - zum Beispiel Schleimbeutel, der sich auch in der Schulter befindet - kann gegebenenfalls die Kalkablagerung zertrümmert werden - ähnlich wie es früher bei Nierensteinen gehandhabt wurde. Es müsste also nicht “geschnitten” werden. Hoffen wir mal das es funktioniert und ich bis zum IM erst mal wieder Ruhe habe.
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