Archive for Oktober, 2006

Okt 28 2006

Marathon-Messe

Published by Oliver under Marathon

Ein Besuch auf der Marathon-Messe ist natürlich ein “must”, wegen der Startunterlagen ist man ja eh da. Und irgendwie ist die Atmosphäre immer wieder inspirierend, so viele sportliche Leute in so schicken sportlichen Klamotten. Mag ich wirklich.

Ich kaufe selten etwas. Was ich brauche, besitze ich bereits. Manches, was ich nicht unbedingt brauche, besitze ich auch (in einem Sportler-Haushalt sind die gegenseitigen Geschenke anläßlich von Geburtstag und Weihnachten quasi vorherbestimmt). Und was ich wirklich nicht brauche, kaufe ich auch nicht - z.B. eine dritte Laufjacke, atmungsaktiv, wind- und wasserfest, wenn auch noch so schick.

Laufschuhe erwerbe ich lieber beim Laufshop meines Vertrauens, einen kombinierten Rad-/Laufcomputer habe ich, ein robustes Outdoor-Handy auch.

Immerhin haben wir die Gelegenheit genutzt, unser Körperfett messen lassen. Vor dem Ironman 2004 hatten wir uns auf der damaligen Messe einem wenig seriös wirkenden Test unterzogen, damals kam ich auf knapp acht Prozent.

Während der Marathon-Messe wurde auf dem Stand des Sportmedizinischen Institutes gewissenhaft vorgegangen. Ergebnis bei mir: elf Prozent. Bei 64 Kilogramm Gewicht und 1,73 Meter Größe.

Gewicht und Körperfettanteil werden im Laufe der kommenden Monate wohl (noch) weniger werden.

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Okt 20 2006

Der (ungeliebte) Frankfurt-Marathon

Published by Oliver under Marathon

Ok, ich habe dafür votiert, den Frankfurt-Marathon zu laufen. Meine Frau war dagegen. Sie hat einige Marathons mehr als ich auf dem Buckel - oder besser: in den Beinen - und kann immerhin auf eine 3:23-Bestzeit (in früheren Jahren) verweisen. Den Frankfurt-Marathon kann sie nicht leiden - weil sie die Organisation in den vergangenen Jahren als mangelhaft empfand, weil meist schlechtes Wetter ist, weil die Strecke teilweise schrecklich öde und langweilig ist* … kein Vergleich zu Hamburg oder Berlin.

Aber: Ist halt vor der Haustüre. Kein Transportaufwand. Einfach hinfahren, mitlaufen, fertig. Hin, her und heim. Von daher eine gute Gelegenheit zum persönlichen Statusbericht. Aber mit Spaß bin ich nicht dabei.

* Ich kann mich an den Frankfurt-Marathon 2003 erinnern: Mieses Wetter, regnerisch, windig, grauverhangen, und dann durch die sonntags-öde Bürostadt mit kaum Zuschauern am Wegesrand…

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Okt 15 2006

Zwischenetappe

Published by Oliver under Marathon, Laufen

Im vergangenen Jahr hatten wir die Erfahrung gemacht, dass man - wer kennt das nicht - sich Nahziele stecken muss, um an einem längerfristigen dranzubleiben. Der Ironman in weiter Ferne führt dazu, dass Alltagsgeschäfte und -probleme sich in der Prioritätenliste nach vorne baggern - und die geplante Trainingseinheit auf der Strecke bleibt. Man kann ja morgen oder übermorgen noch; oder man macht eben mal schnell nur einen kurzen Lauf, ein Stündchen oder so…

Folge: Man macht gar nichts. Und wenn, hat es eigentlich wenig Trainingsreiz. Und damit Trainingswert. Da hätte man dann auch zuhause bleiben können, aber wenn man irgendwas gemacht hat, hat man wenigstens das schlechte Gewissen beruhigt.

Um diesem Phänomen Paroli zu bieten, haben meine Frau und ich beschlossen, uns ein paar Etappenziele zu setzen. Eines davon: beim Frankfurt-Marathon mitzulaufen. Ende Oktober.

So bin ich zum Marathon gekommen: Wenn man den nicht packt, braucht man an den Langstrecken-Triathlon gar nicht zu denken. Also lauteten meine ersten Geh-Versuche ;-) : Frankfurt-, Hamburg-, Berlin-Marathon - in den Jahren 2003 und 2004. Alles so 4.30-Läufe.

An Marathon-Laufen selbst reizt mich gar nix. Aber ein Ironman steht oder fällt eben mit der Fähigkeit, nach 3,8 Kilometer Schwimmen und 180 Kilometern Radfahren noch passabel 42,125 Kilometer laufenderweise hinter sich zu bringen.
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Okt 10 2006

Ich hasse Laufen!

Published by Oliver under Laufen

Habe ich’s schon erwähnt? Ich hasse Laufen!

Als Schüler war ich kein schlechter Sprinter, bevor ich mit 17 Jahren - also vor rund 30 Jahren - ins Kampfsportlager wechselte. Erst vier Jahre Karate, später fünf Jahre Kobudo, vor allem rund 25 Jahre Ju-Jutsu, seit ein paar Jahren Krav Maga.

Wie bei jedem ordentlichen Kampfsportler sind speziell meine Fuß-, Knie- und Hüftgelenke besonderem Verschleiß ausgesetzt (gewesen), und von daher tut mir eigentlich jeder Schritt weh. Zumindest jenseits der 10-Kilometer-/1-Stunde-Grenze. Deswegen - und weil meine ganze sportliche Disposition auf das Schnellkräftige, Dynamische, auf “heftig-aber-kurz” ausgerichtet ist, würde ich eigentlich mich lieber dem Kurz-Triathlon mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen widmen.

Aber was ist schon ein Kurz- gegen einen Langtriathlon?

Machen einen Urkunden von Wettbewerben über die Kurzdistanz stolz? Nö. Vielleicht, wenn man die Deutsche Meisterschaft gewonnen hat, ja doch. Aber nicht als Allerwelts-Hobbysportler. Für den ist es was, wenn er Ironman Finisher ist. Besser noch: Wenn er Sunshine Finisher ist. Also vor Sonnenuntergang ins Ziel kommt.

Außerdem habe ich mit dem Ausdauersport angefangen, weil ich die entgegengesetzte Erfahrung zum Schnellkraft-Sport machen wollte. Das lange monotone kontinuierliche Schwimmen-Radfahren-Laufen erleben. Den permanenten Zweifeln und Überprüfungen ausgesetzt sein. Sich damit auseinandersetzen, letztlich der Sieger über das eigene beschränkte Selbst sein.

Aber von “Zen und die Kunst des Laufens” halte ich gar nichts. Glücksgefühle - verursacht durch egal-welche-Hormone - habe ich beim Laufen nie verspürt. Was zum Teufel soll das runner’s high sein?

Ich hasse Laufen. Aber was soll’s. Wat mutt’, dat mutt’!

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