Archive for September, 2006

Sep 20 2006

Die Nierenkolik

Published by Oliver under Laufen

Herrje, es ist ja nicht so, dass ich nicht wüßte, wie wichtig die Flüssigkeitsaufnahme ist - für den Bürohengst genauso wie für den Sportler, für den natürlich noch mehr. Dennoch muss ich am Wochenende zu wenig getrunken haben … obwohl mir am Sonntag schon mein Urin sehr, sehr dunkel vorkam… bin am Samstag 20 Kilometer gelaufen, am Montag ebenso.

… und am Montag, vielmehr Montag nacht, hat es mich dann erwischt: Ich erwachte am frühen Morgen von unerklärlichen Schmerzen auf der rechten Seite, in der Höhe der Nieren. Zuerst dachte ich noch ein an Blinddarmproblem… aber das war’s nicht: Nachdem ich einige Zeit auf der Toilette verbracht hatte bei dem vergeblichen Versuch, zu urinieren (Harndrang war da, aber kein Urin) und ich mich - wieder im Bett - vor Schmerzen vergeblich nach Linderung suchend von der einen auf die andere Seite gewälzt hatte, weckte ich meine Frau und stellte fest: Das ist nicht normal.

Nun befindet sich meine Frau in Heilpraktik-Ausbildung und hat schon einmal durch treffliches Diagnostizieren und schnelles Handeln nach einem nächtlichen Sturz vor argem Unbill bewahrt, und so auch in meinem Fall: Sie mutmaßte eine Nierenkolik, ab ins Auto und in die Notaufnahme!

Im Krankenhaus ließ man sich Zeit, während ich vor Schmerz nicht sitzen, gehen und stehen konnte. Die Krankenschwester wollte ohne Notärztin nichts tun, die war grad anderweitig beschäftigt und hatte auch sonst die Ruhe weg, ich indes weniger.

Ich bekam dann irgendwann Schmerzmittel und nach deren Wirkung (die erst auf sich warten ließ), die Bemerkung zu hören: “Na, jetzt guckt er auch wieder freundlicher.”

Da hat nicht viel gefehlt, und die Notärztin wäre ein Fall für einen ihrer Kollegen geworden.

Ok, später dann Ultraschall, Laboruntersuchung etc.

Urinprobe! Klasse! Zwei Tage zu wenig getrunken, sowieso keinen Tropfen mehr in der Blase, und die wollen unbedingt eine Urinprobe, weil ansonsten kann man keine Medikamente geben, denn man weiß ja nicht, woran es liegt etc. pipapo blablabla.

Später dann Diagnose: Nierenkolik, Nierenstein(chen), Nierenstau.
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Sep 05 2006

Training ohne Profi-Coach

Published by Oliver under Training, Triathlon

Vor zwei Jahren waren wir den Ironman als Selfmade-Triathleten angegangen. Also ohne professionelle Betreuung.

Es gibt ja Profi-Triathleten, die einen Teil ihres Lebensunterhaltes damit verdienen, für Otto Normaltriathlet einen Trainingsplan aufzustellen und diesen dann überwachen und mit Rat und Hilfe zur Seite stehen. Darauf haben wir verzichtet.

Und das tun wir auch beim zweiten Anlauf. Nicht, dass wir das nicht nötig hätten. Aber man sagt ja, dass Triathleten ein eigenwilliges Völkchen sind und gerne ihre eigenen Kreise ziehen. So we do. Wir haben halt die Vorstellung im Kopf, alles alleine hinzukriegen.

Immerhin ist meine Frau schon einige Marathons gelaufen, hat früher ein paar Kurztriathlons absolviert, zeitweilig Sport studiert und eine A-Lizenz als Fitnesstrainerin. Ich wiederum habe viele Jahre eine Fachübungsleiterlizenz besessen und von daher ein wenig Ahnung von Trainingsmethodik. Natürlich ist das nicht das Gleiche wie ein Tria-Experte.

Aber wir halten es eben für eine spannende Herausforderung, das Training selbst zu organisieren - und dabei hilft uns bestenfalls das webbasierte Traininsgprogramm eines Pulsuhrenherstellers.

Eine Freundin von uns - bislang Kurzstrecken-Triathletin - tritt 2007 zu ihrer ersten Langdistanz an. Die ist in einem Tria-Verein organisiert. Da haben wir mal beim Schwimmtraining mitgemacht, und es hat uns auch gut gefallen. Wir sind auch überzeugt davon, dass durch so einen äußeren Rahmen - ob Verein, ob Profi-Coach - mehr Kontrolle und Disziplin in die Sache kommt. Und bestimmt läßt man sich in einer Gruppe motivational besser mitreißen oder werden Durchhänger aufgefangen.

Aber unsere Arbeitsabläufe zwischen (meinen) wechselnden Schichten bei der FR, Training halten in unserem Selbstverteidigungsstudio (das wir nebenbei betreiben) und der Massagepraxis meiner Frau lassen keine Fixierung auf feste Termine zu. Wir müssen eben unser Tria-Training in die morgendlichen oder abendlichen Löcher stopfen, die unser Zeitplan läßt.

Das ist außer der “Eigenwilligkeit” der wichtigste Grund für das selbstorganisierte Training ohne Profi-Coach und ohne Vereinsanbindung.

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