Sep 05 2010
City-Triathlon: Logistik nachbessern
Interview mit Teilnehmer und Ironblog-Gastautor Triatom*
Die Sichel des abnehmenden Mondes lag um kurz vor 6 Uhr über dem spiegelglatten Langener Waldsee und wenn die Temperatur einen nicht eines besseren belehrt hätte, wären Langdistanzgefühle aufgekommen. Der Tau am Anfang eines schönen Septembertages hatte sich über die bereitgestellten Räder gelegt und manch ein Athlet hätte sich über die Folienabdeckung, die beim Ironman vorhanden ist, gefreut. Damit beginnt auch gleich der Abschnitt konstruktive Kritik am Leitfaden der Logistikkette der Veranstaltung.
Während die Abdeckungen für die Räder noch als “add on” bezeichnet werden könnte, sind Kleidertüten mit reissfesten Schnüren zum sicheren Verschluss einfach Standard, sogar bei nicht kommerziellen Veranstaltungen. Die Abgabe der Kleidersäcke lief reibungslos, bei der Rückgabe zeigte sich der nächste Schwachpunkt. Für die Dinnerbeutel (Kleidung nach dem Wettkampf) war der Platz zu klein und die Anzahl der sich redlich bemühenden Helfer zu wenig um allen schnell die Säcke zurückzugeben. Wie schon gesagt, “ein schöner Septembertag” war’s. Kaum auszudenken, wenn es kalt und regnerisch gewesen wäre: Ausgekühlte Athleten, ohne Unterstellmöglichkeit und ohne die Möglichkeit sich vernünftig umzuziehen.
Der nächste Punkt: Die Abholung der Räder wurde für 11 Uhr angekündigt, da waren die Beutel mit den Schwimmsachen aber noch nicht da. Zahllose Finisher stauten sich vor dem Eingang zur Wechselzone und konnten ihre Räder nicht abholen. Der Plan wäre gewesen, den Radbeutel mit dem Schwimmbeutel und dem Rad aus der Wechelzone zu nehmen. Nach einiger Zeit agierte der Veranstalter und ließ die Massen in die Wechselzone zum Abholen der Räder und des Laufbeutels. Gut für alle, die keinen Schwimmbeutel hatten oder diesen nicht mehr benötigten, schlecht für den Rest.
Denn als nun der LKW mit den Schwimmbeuteln ankam, konnten die Helfer diese nicht wie geplant in der Wechselzone aufbauen, sondern mussten sie in einem improvisierten Bereich ausgeben, was dann noch einmal ziemlich Zeit in Anspruch genommen hat. Hier muss dringend bis zur hoffentlich nächsten Ausgabe des Frankfurt City Triathlon verbessert werden. Positiv hingegen der reibungslose Bustransfer nach Langen - zumindest wenn man so früh wie ich mit den ersten Bussen gefahren ist.






