Jedes Jahr im August das gleiche Bild: 1.800 Mountainbiker bevölkern das zum Industriedenkmal umgebaute Hüttenwerk im Landschaftspark Duisburg - 24 Stunden lang. Und fast jedes Jahr müssen im Verlauf des Tages oder Abends Streckenteile gesperrt werden, weil ein Befahren zu gefährlich wird.
Dieses Jahr waren die Veranstalter sehr vorsichtig und sperrten einen Abschnitt - die Wurzelpassage *g - schon sehr frühzeitig nach wenigen Stunden. Nach den traurigen Ereignissen bei der Love Parade - ebenfalls in Duisburg - wollte man aus meiner Sicht nicht den Hauch eines Risikos eingehen, denn auch die Treppenpassage wurde entschärft, in dem man über die Stufen Holzbretter legte, um ein ungefährliches Befahren möglich zu machen. Man hörte in diesem Jahr dann auch definitiv weniger Sirenen, die vielen Stürze der letzten Jahre blieben glücklicherweise aus.
Mittendrin und auch dabei - der ein oder andere Triathlet - und zum dritten Mal in Folge auch ich.
Als Mitglied des enorm populären Teams Bauchfleisch - man beachte unsere Trikots - hieß es auch in diesem Jahr wieder: Spaß haben, aber auch Leistung bringen. Das nicht das Streben nach Titeln und Platzierungen im Vordergrund steht beweist die Tatsache, dass man mich, den „Onkel Peter“, immer wieder mitmachen lässt. *g
Für mich als Triathleten mit der Vorbelastung des Ironman im Juli und dem - im Vergleich zu den Cracks - fehlendem Training ist dieses Erlebnis auf dem ungewohnten Rad immer wieder eine Herausforderung.
In diesem Jahr war das Team Bauchfleisch mit zwei Achter-Teams am Start. Unser „Don Luis“ aber, in den letzten Jahren immer Mitglied im Achter-Team, hat sich dieses Jahr der Herausforderung als Einzelstarter gestellt: Man muss sich das mal vorstellen, 24 Stunden am Stück, mit manch kleineren Pause, Berg rauf und Berg runter, bei Wind und Regen, Hitze und Staub, immer wieder auf die gleiche knapp sieben Kilometer lange Runde. Unvorstellbar, aber für 71 Einzelstarter der Normalfall.
Wichtig bei der Vorbereitung: die richtige Ausrüstung. In unserem Fall - nomen est omen - natürlich vorrangig der Grill. Dann große Zelte, Liegen, Nudelsalat und Kühlschrank für das alkoholfreie Weizen - alles vorhanden.
Käpt´n Holk (Teammanager Holger Kahmann) verteilte die Startnummern und Transponder, die Reihenfolge der Fahrer wurde festgelegt, die Spannung stieg.
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